Berliner Tunnel-Automatisierung
Die Berliner Stadtautobahn verfügt über eine Reihe von Tunneln, welche bis 1989 gebaut wurden und im Betriebsgebäude des Flughafentunnels zentral überwacht werden. Es handelt sich hierbei um die Stadttunnel:
- Tunnel Flughafen Tegel TFT (1070 m Länge)
- Tunnel Tegel Ort TTO (755 m Länge)
- Tunnel Forstamt Tegel (208 m Länge)
- Tunnel Beyschlagsiedlung TBS (500 m Länge)
- Tunnel Überbauung Schlangenbader Straße ÜBS (531 m Länge)
Durch den Ausbau des Verkehrsnetzes wurden nach 1989 folgende Tunnel neu errichtet:
- Tunnel Ortsteil Britz TOB (1713 m Länge)
- Tunnel Tiergarten Spreebogen TTS (Bundesstraße – 2.400 m Länge)
- Tunnel Rudower Höhe TRH (950 m Länge)
- Tunnel Alt-Glienicke TAG (300 m Länge)
Die weiteren Innenstadttunnel, welche keinen Autobahnstatus haben, sind hierbei nicht berücksichtigt. Weitere Autobahntunnel sind in Planung (Ostkreuz und Grenzallee).
Aus den Richtlinien für Autobahntunnel (RABT) ergibt sich ein Überwachungszwang für Tunnel ab einer bestimmten Länge und Verkehrsdichte. Die Überwachung muss 24 Stunden täglich erfolgen. Ziel war es, die Überwachung aller Tunnel auf den Standort am Flughafentunnel mit moderner Automationstechnik zu konzentrieren. Einen weiteren Standort für Tunnelbetriebstechnik befindet sich im TOB, dieser ist jedoch nur während der üblichen Arbeitszeiten besetzt.
| Projekt | Planung der Technischen Leitzentrale Berlin (TLZ-BE) zur Überwachung der Berliner Autobahntunnel und des Tiergartentunnels |
| Leistung | Planungsleistungen nach HOAI, Leistungsphasen 5 bis 8 |
| Beschreibung | Planung einer Leitebene und Erneuerung der Automationsebene mit dem vorhandenen Status zur Überwachung der MSR-Anlagen der Alttunnel. Die Komplettsanierungen der Tunnel haben in eigenständigen Projekten zu erfolgen. Die Automations- und Leittechnik stammt aus den 80er-Jahren und ist vom Hersteller bereits länger abgekündigt. Aus Gründen der hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit müssen die vorhandenen Anlagen migriert und modernisiert werden. Hierbei ist die perspektivische Aufschaltung der übrigen Tunnel zu berücksichtigen. Grundlage der Planung war aufgrund der Anforderungen an die Redundanzen ein SPS-System und als Leitebene ein Prozessvisualisierungssystem (PVS bzw. SCADA). Die Kommunikation erfolgt über ein eigenes Netzwerk parallel zu den Fahrstrecken mittels LWL Monomode-Leitungen. Die Leitebene ist redundant aufgebaut und auf zwei Standorte verteilt (TFT und TOB), das Kommunikationsnetzwerk erfüllt ebenfalls Anforderungen zur Redundanz über zwei Kommunikationswege. Der Auftrag beinhaltete darüber hinaus die Planung des räumlichen Ausbaus der TLZ inkl. der Leitwartenarbeitsplätze, der Bedienpulte und der Mosaikwand mit der Integration der Videotechnik und der Anzeige von Alarme mit höchster Priorität. |
| Anzahl DP | ca. 5.000 (Aufschaltung vorhandener Tunnel, ohne Neubauten) |
| Zeitraum | 2001 – 2004 |
| Projekt | Modernisierung des Tunnels Flughafen Tegel (TFT) und Aufschaltung auf die TLZ-BE |
| Leistung | Planungsleistungen nach HOAI, Leistungsphasen 5 bis 8 |
| Beschreibung | Im Rahmen der Komplettsanierung des Tunnels erfolgte die Planung und Erneuerung der Automationsebene auf dem aktuellsten Stand der Technik und den Anforderungen der RABT. Hierfür wurde die komplette Steuerung und Messtechnik der Tunnellüftung ersetzt und die Gewerke Beleuchtung, Elektro allgemein, Verkehrstechnik, Brandschutz, Video u.a. bez. ihrer Funktionsüberwachung integriert. |
| Anzahl DP | ca. 3.500 |
| Zeitraum | 2005 – 2008 |
| Projekt | Modernisierung des Tunnels Beyschlagsiedlung (TBS) und Aufschaltung auf die TLZ-BE (zur Zeit in Realisierung) |
| Leistung | Planungsleistungen nach HOAI, Leistungsphasen 3 bis 8 |
| Beschreibung | Im Rahmen der Komplettsanierung des Tunnels erfolgte die Planung und Erneuerung der Automationsebene auf dem aktuellsten Stand der Technik und den Anforderungen der RABT. Hierfür wurde die komplette Steuerung und Messtechnik der Tunnellüftung ersetzt und die Gewerke Beleuchtung, Elektro allgemein, Verkehrstechnik, Brandschutz, Video u.a. bez. ihrer Funktionsüberwachung integriert. |
| Anzahl DP | ca. 2.000 |
| Zeitraum | 2007 – dato (das Projekt ist nicht abgeschlossen) |
